Zusammenfassung
Die Finanzdienstleistungsbranche befindet sich im rasanten Wandel. Angetrieben von Fintech-Innovatoren sind die Kundenerwartungen an digitalen Komfort höher denn je. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschleunigen Banken ihre Modernisierungsbemühungen. Doch mit der Einführung neuer Technologien vergrößert sich naturgemäß die Angriffsfläche, wodurch die grundlegende Infrastruktur komplexen Bedrohungen ausgesetzt wird.
Kernbankensysteme – insbesondere solche, auf die über herkömmliche Bildschirme zugegriffen wird – verarbeiten täglich Milliarden von Transaktionen und speichern Ihre sensibelsten Kundendaten. Obwohl die Systeme selbst nach wie vor bemerkenswert sicher sind, schaffen die veralteten Zugriffsmethoden kritische Sicherheitslücken. Gleichzeitig verschärfen die Aufsichtsbehörden ihre Kontrollen und drängen Finanzinstitute zu einer Zero-Trust-Architektur.
Für IT-Verantwortliche, die zwischen Vorgaben des Vorstands, Compliance-Vorgaben und operationellen Risiken abwägen müssen, ist das Zögern bei der Behebung dieser Sicherheitslücken keine Option. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die sich wandelnde Bedrohungslandschaft, die anstehenden regulatorischen Prioritäten und wie Sie Ihre kritischsten Systeme absichern können.
Neue Betrugsmaschen zielen auf Finanzinstitute ab
Cyberkriminelle wissen, dass Mainframes und Backend-Hostsysteme ihre Hauptziele sind. Moderne Betrugsmethoden sind speziell darauf ausgelegt, die Schwächen herkömmlicher Terminalemulatoren auszunutzen. Ohne Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) oder Sitzungsüberwachung bieten ältere Zugangspunkte kaum Schutz vor diesen neuen Angriffsvektoren.
- Betrug bei autorisierten Push-Zahlungen (APP-Betrug): Kriminelle nutzen Social Engineering, um Mitarbeiter oder Kunden dazu zu bringen, Geld an betrügerische Konten zu überweisen. Ein Benutzer mit kompromittierten Zugangsdaten könnte eine Überweisung versehentlich genehmigen, da auf dem grünen Bildschirm keine zusätzliche Bestätigungsabfrage angezeigt wird.
- Identitätsbetrug durch Deepfakes: Mithilfe KI-gestützter Deepfakes können Betrüger sich als legitime Kunden ausgeben oder Führungskräfte imitieren, um große Transaktionen zu autorisieren. Systeme, die ausschließlich auf einfachen Passwörtern basieren, bieten keinen Schutz vor dieser äußerst überzeugenden Angriffsmethode.
- Insiderbedrohungen und Credential Stuffing: Ob ein unzufriedener Mitarbeiter oder ein externer Angreifer mit gestohlenen Zugangsdaten – ein einziges kompromittiertes Passwort kann einem Angreifer direkten Zugriff auf zentrale Bankfunktionen ermöglichen. Ohne Sitzungsüberwachung ist es nahezu unmöglich, einen legitimen Benutzer von einem böswilligen zu unterscheiden.
Sich entwickelnde regulatorische Verpflichtungen für 2026 und 2027
Die Aufsichtsbehörden erkennen diese Schwachstellen und arbeiten zügig an der Einführung strengerer Kontrollen. Jede Zugriffsanfrage muss fortlaufend überprüft werden. Banken, die diesen Anforderungen nicht gerecht werden, riskieren negative Audits, hohe Geldstrafen und Reputationsschäden. Um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, müssen IT-Verantwortliche folgende Bereiche priorisieren:
- Verbesserte Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM): Rahmenwerke wie der Digital Operational Resilience Act (DORA) und Richtlinien des New York State Department of Financial Services (NYDFS) schreiben eine robuste IAM vor. Einfache, achtstellige Passwörter für den Zugriff per Greenscreen genügen den Anforderungen von Prüfern nicht mehr. Sie müssen Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Single Sign-On (SSO) auf alle Systeme, einschließlich Mainframes, ausweiten.
- Obligatorisches Drittanbieter-Risikomanagement: Mit zunehmenden Fintech-Partnerschaften benötigen Drittanbieter häufig Zugriff auf Kernsysteme. Aufsichtsbehörden machen Banken direkt für Sicherheitslücken verantwortlich, die von Partnern ausgehen. Sie benötigen ein zentralisiertes Zugriffsmanagement, um einheitliche Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen und alle Sitzungen unabhängig vom Standort des Nutzers zu überwachen.
- Umfassende Prüf- und Berichtsprotokolle: Im Falle einer Sicherheitsverletzung fordern Aufsichtsbehörden eine vollständige Dokumentation darüber, wer wann und warum auf welche Daten zugegriffen hat. Herkömmliche Terminalemulatoren bieten nicht die detaillierten Protokollierungsfunktionen, die für forensische Untersuchungen erforderlich sind. Banken benötigen zentralisierte, unveränderliche Prüfprotokolle für jede Benutzersitzung, um die Einhaltung der Vorschriften nachzuweisen.
Schließung der Zugangslücke in Kernbankensystemen
Die Lösung für diese Herausforderungen besteht nicht darin, die bewährten Systeme Ihrer Bank komplett zu ersetzen. Vielmehr müssen Sie die Verbindungen zu diesen Systemen sichern.
Rocket® Secure Host Access™ schließt diese entscheidende Lücke. Durch die Integration Ihrer Green-Screen-Anwendungen in moderne IAM-Plattformen können Sie robuste, unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.
So können Sie eine widerstandsfähigere Bank aufbauen:
- Erweitern Sie MFA und SSO auf den Mainframe: Eliminieren Sie das Risiko kompromittierter Passwörter, indem Sie den Hostzugriff in Ihre bestehende IAM-Lösung integrieren. Diese Integration gewährleistet die korrekte Authentifizierung jedes Benutzers, bevor dieser auf zentrale Bankanwendungen zugreifen kann.
- Erreichen Sie zentrale Kontrolle und Transparenz: Verwalten Sie alle Benutzersitzungen über eine einzige Oberfläche. Ein moderner Ansatz ermöglicht Ihnen die Durchsetzung detaillierter Zugriffsrichtlinien, die Überwachung verdächtiger Aktivitäten in Echtzeit und die sofortige Beendigung von Sitzungen bei Erkennung einer Bedrohung.
- Optimieren Sie Compliance und Audits: Generieren Sie automatisch detaillierte Sitzungsprotokolle, die Prüfern unanfechtbare Beweise liefern. Diese Funktion vereinfacht die Compliance-Berichterstattung und stärkt Ihre Sicherheitslage, da keine Aktivität unprotokolliert bleibt.
- Steigern Sie Akzeptanz und Produktivität: Ein benutzerfreundlicher Ansatz gewährleistet hohe Akzeptanzraten und einen reibungslosen Übergang für die Mitarbeiter, minimiert betriebliche Störungen und beschleunigt gleichzeitig Ihren Weg zur Compliance.
Sichern Sie Ihre Zukunft, indem Sie Ihr Fundament sichern.
Die etablierten Systeme, die bisher eine beispiellose Zuverlässigkeit boten, sind aufgrund veralteter Zugriffsmethoden gefährdet. Angesichts zunehmend raffinierterer Finanzbetrugsmethoden und strengerer regulatorischer Vorgaben muss sich Ihre Sicherheitsstrategie weiterentwickeln.
Durch die Modernisierung Ihrer Anbindung an Kernbankensysteme können Sie Sicherheitsbedrohungen und regulatorischen Anforderungen souverän begegnen. Schützen Sie das Herzstück Ihres Bankgeschäfts und stellen Sie sicher, dass Sie für zukünftige Compliance-Herausforderungen bestens gerüstet sind.